Venenverödung mittels geschäumtem Sklerosierungsmittel
Diese traditionellere Methode hat in den letzten Jahren durch eine Verfeinerung der Technik eine Renaissance erfahren. Für manche Indikationen stellt die Schaumsklerosierung das ideale Verfahren dar. Vor allem in der Behandlung mittelgroßer, geschlängelter Krampfadern kann diese Methode die beste Wahl sein.
Die Sklerosierungsbehandlung ist unbedingt mit einem Ultraschallmonitoring zu kombinieren.
Die Visualisierung der Venen mittels Ultraschall Duplex erfolgt auf 3 Ebenen der Behandlung:
- Zunächst erfolgt die genaue Abklärung der Venenanatomie und der Funktion mittels Ultraschall, dann sollte ein
- Live-Ultraschall während der Behandlung die Verteilung des Schaumes in den Venen kontrollieren. Zuletzt ist unbedingt
- der Erfolg der Behandlung mittels Ultraschall zu kontrollieren.
Ablauf der Schaumsklerosierung
Im ersten Schritt wird die Indikation zur Behandlung mittels einer genauen Venenuntersuchung mit dem Ultraschallgerät gestellt. Die Behandlung selbst besteht aus der
- Punktion der betroffenen Vene
- Einbringen des geschäumten Sklerosierungsmittels in die Vene
- Kompression mittels Bandage oder Kompressionsstrumpf
Die Behandlung ist mit einem geringen Zeitaufwand verbunden. Üblicherweise dauert die Prozedur weniger als eine Stunde. Sie können bereits einen Tag nach der Behandlung wieder Ihren normalen Tätigkeiten inklusive moderater Bewegung nachgehen.
Mögliche Nebenwirkungen
im Allgemeinen wird die Schaumsklerosierung gut vertragen, nur bei einem geringen Teil der Behandelten kommt es zu Nebenwirkungen. Diese können sein:
- vorübergehendes Flimmersehen wenige Minuten nach dem Eingriff
- Entzündung der behandelten Vene
- Thrombose einer tiefen Vene (weswegen wir eine vorbeugende Behandlung mit Heparin für 5 Tage empfehlen)
- allergische Reaktion auf das Sklerosierungsmittel (sehr selten)
- Gewebsdefekt, falls das Mittel statt in die Vene ins Gewebe infiziert wird
- vorübergehnde Verfärbung der Haut über der behandelten Vene
